Gedenken an die Pogromnacht von 1938

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 hat ein großer Teil der Bevölkerung die Gräueltaten an jüdischen Mitbürgern nicht nur hingenommen, sondern aktiv an ihnen teilgenommen. Mehrere Synagogen im ganzen Land brannten, Wohnungen wurden zerstört, Existenzen vernichtet – auch in Soest. In den folgenden Wochen wurden tausende Menschen in Konzentrationslagern interniert. Der Respekt vor diesen schrecklichen Geschehnissen, die zu millionenfachem Mord führten, gebietet es, an diesem Tag zu erinnern.
▪Gedenken in der Paulikirche, 09.11.2026
Der Rat Christlicher Gemeinden in Soest lädt herzlich ein zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst zur Reichspogromnacht am 9. November 1938, 19:00 Uhr in der Paulikirche. Im Mittelpunkt steht das Gedenken und das Verlesen der Namen der Jüdischen Soester Mitbürger. Die Texte für den Gottesdienst hat wie in jedem Jahr eine ökumenische Arbeitsgruppe formuliert und zusammengestellt. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet von Frauke Geisweid (Klarinette) und Paul Herbort (Orgel).
Immer Mitte November – in der Woche nach der Allerheiligenkirmes – treffen sich Vertreter der Stadt, der christlichen Gemeinden und der jüdischen Kultusgemeinde an der Gedenktafel in der Osthofenstraße 50, an der Stelle, wo die Synagoge zusammen mit der jüdischen Schule bis zu diesem Tag, dem 9. November 1938, gestanden hat. In Wortbeiträgen und Gebeten tragen Vertreter der Stadt, der christlichen Gemeinden und der jüdischen Kultusgemeinde zum Gedenken bei.
Im Anschluss gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam zuerst zum jüdischen Friedhof am Nottebohmweg (35), wo sie Gedenksteine auf dem Mahnmal und den Gräbern niederlegen. Weiter gehen sie hinüber auf den Osthofenfriedhof, um an den Gräbern der Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft sowie an den Gräbern der Bombenopfer Blumen abzulegen.
Ökumenischer Gottesdienst am 09.11. in der Paulikirche
Der Rat Christlicher Gemeinden in Soest lädt herzlich ein zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst zur Reichspogromnacht am 9. November 1938, 19:00 Uhr in der Paulikirche. Im Mittelpunkt steht das Gedenken und das Verlesen der Namen der Jüdischen Soester Mitbürger. Die Texte für den Gottesdienst hat wie in jedem Jahr eine ökumenische Arbeitsgruppe formuliert und zusammengestellt. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet von Frauke Geisweid (Klarinette) und Paul Herbort (Orgel).
Veranstalter des Gedenkens ist der Rat Christlicher Gemeinden in Soest.
